Kehrsatz

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, 4079 Kehrsatz

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Kehrsatz (dialektal Chäsitz) ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Bern-Mittelland des Kantons Bern in der Schweiz. Sie zählt zu den Wohnvororten der Stadt Bern. Staat: Schweiz Kanton: Bern (BE) Verwaltungskreis: Bern-Mittelland BFS-Nr.: 0870 Postleitzahl: 3122 Koordinaten: ♁602453 / 195402 Höhe: 570 m ü. M. Fläche: 4.4 km² Einwohner: 4079 (31. Dezember 2011) Einwohnerdichte: 927 Einw. pro km² Website: www.kehrsatz.ch Geographie Kehrsatz liegt auf 570 m ü. M., 4.5 km südsüdöstlich der Kantonshauptstadt Bern (Luftlinie). Das ehemalige Haufendorf erstreckt sich an aussichtsreicher Lage auf einer Verebnungsfläche am unteren Osthang des Gurtens und am Nordrand des Längenbergs, über der Ebene des Belpmooses, das zur breiten Aareniederung gehört. Die Fläche des 4.4 km² grossen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des Aaretals zwischen Bern und Thun. Die nördliche Grenze verläuft entlang der Aare, in die hier die Gürbe mündet. Von hier erstreckt sich der Gemeindeboden südwärts auf das Plateau von Selhofen (Moränenablagerungen des eiszeitlichen Aaregletschers), an den Hang von Kehrsatz und in die Ebene des Belpmooses. Der westliche Gemeindeteil wird vom Gurtentälchen eingenommen, einer Talfurche zwischen dem Längenberg und dem Gurten, die bei Kehrsatz ins Aaretal mündet. An der südlichen Flanke des Gurtentälchens wird mit 775 m ü. M. an der bewaldeten Winterhalde der höchste Punkt von Kehrsatz erreicht. Von der Gemeindefläche entfielen 1997 21 % auf Siedlungen, 23 % auf Wald und Gehölze und 55 % auf Landwirtschaft; etwas mehr als 1 % war unproduktives Land. Zu Kehrsatz gehören die vom alten Dorfkern separierten Wohnquartiere Untere Gurten, Holzmatt, Tannacher und Stockacher, die Weiler Selhofen (522 m ü. M.) am Nordwestrand des Belpmooses und Hulistal (683 m ü. M.) auf einem Sattel unterhalb der Englisbergegg sowie einige Einzelhöfe. Nachbargemeinden von Kehrsatz sind Muri bei Bern, Belp, Wald und Köniz. Geschichte Funde von Gräbern aus der La-Tène-Zeit sowie Überreste eines gallorömischen Gutshofs (im Maygut-Breitenacker) weisen auf eine frühe Besiedlung des Gemeindegebietes von Kehrsatz hin. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte 1270 unter dem Namen Cerrisaz. Später erschienen die Bezeichnungen Kesaz (1277), Kersaz (1281), Kersatz (1293), Kersertz (1574) und Chersatz (1577). Die Etymologie des Ortsnamens ist unklar. Seit dem Mittelalter unterstand Kehrsatz der Herrschaft Belp-Montenach, die bereits 1298 unter die Oberhoheit von Bern gelangte und ab 1388 dem bernischen Landgericht Seftigen zugeteilt war. Im 15. Jahrhundert bildete sich die Herrschaft Kehrsatz mit eigenem Niedergericht heraus. Im Lauf der Zeit erfuhr sie zahlreiche Besitzerwechsel (siehe Schloss Kehrsatz). Nach dem Zusammenbruch des Ancien Régime (1798) gehörte Kehrsatz während der Helvetik zum Distrikt Seftigen und ab 1803 zum Oberamt Seftigen, das mit der neuen Kantonsverfassung von 1831 den Status eines Amtsbezirks erhielt. Schweizweite Bekanntheit erlangte Kehrsatz durch einen bis heute ungeklärten Mord aus dem Jahre 1985 und besonders durch das Buch Mord in Kehrsatz von Hanspeter Born und die Prozesse gegen einen Verdächtigen.

Bildquelle: Wikipedia, Autor: Gidoca 2012

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